Die Methode der Gruppendiskussion / Fokusgruppe
Bei dieser besonderen Art einer qualitativen Befragung
diskutiert eine Gruppe von Personen strukturiert von einer Moderatorin
bzw. einem Moderator über ein bestimmtes Thema: Man spricht in der
Marktforschung daher auch von der Methode der Fokusgruppe. Die Einsatzgebiete
der Gruppendiskussion reichen von der reinen Befragung über die
Diskussion vorhandener Vorschläge (neue Produkte, Plakate, Slogans,
Programme,…) bis zur kreativen Erkundung neuer Produktideen.
Die Gruppendiskussion ist eine rasche, effiziente
und offene Methode, zudem ist sie meist auch deutlich preisgünstiger
als quantitative Erhebungen oder Einzelinterviews. Die Gruppendiskussion
ist dazu geeignet, verschiedene Materialien vorzuführen und die
Reaktionen der Zielpersonen in einem neutralen Rahmen zu verfolgen,
sowie die Beweggründe einer Handlung oder Einstellung zu erkunden.
Ein weiterer Vorteil liegt in der Möglichkeit der direkten Beobachtung
der Diskussion: Der Auftraggeber kann sich durch die direkte Beobachtung
leichter ein Bild machen als er es durch das alleinige Lesen eines
Forschungsberichtes tun könnte.
Der Fokus von Gruppendiskussionen kann auf verschiedene
Ziele gerichtet sein und unterscheidet sich demnach sowohl im Grad
der Strukturiertheit als auch in der Auswertung der Daten:
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Die Erkundung von Meinungen und Einstellungen einzelner
TeilnehmerInnen (Gruppenbefragung ersetzt mehrere Einzelbefragungen)
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Die Erkundung von Meinungen und Einstellungen einer ganzen
Gruppe (vor allem bei der Untersuchung natürlicher Gruppen,
z.B. Teams)
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Die Erkundung öffentlicher Meinungen und Einstellungen
(die Gruppen werden als Stellvertreter für breite Bevölkerungsteile
aufgefasst)
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Die Untersuchung der Prozesse, die zur Meinungsbildung
in der Gruppe führen (Gruppendynamik, Kleingruppenforschung)
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Die Anzahl der TeilnehmerInnen einer Gruppendiskussion
liegt üblicherweise zwischen 8 und 12 Personen, wobei die Zusammensetzung
der Gruppe nach vorab genau definierten Kriterien erfolgt. Ein in
enger Kooperation mit dem Auftraggeber verfasster Leitfaden dient
als Grundlage für die Moderation, wobei der Leitfaden je nach Forschungsinteresse
sehr offen oder auch sehr stringent gehalten sein kann.
Üblicherweise wird eine Fokusgruppe über Video in einen
Nebenraum übertragen, manche Studios bieten auch die Möglichkeit,
die Diskussion durch einen Einwegspiegel zu beobachten. Die Gruppendiskussion
wird entweder auf Audioband aufgezeichnet und transkribiert oder
von einem geschulten Assistenten mitprotokolliert.
Zu einer Standard-Datenauswertung genügt die vor Ort
verfasste Simultan-Zusammenfassung. Für eine Feinanalyse wird das
wörtliche Protokoll der Audioaufzeichnung verwendet und einer qualitativen
Inhaltsanalyse unterzogen. Die Tiefe der Datenauswertung richtet
sich stets nach Forschungsinteresse und Budget. Ein Management-Summary
sowie eine übersichtliche und allgemein verständliche Ergebnispräsentation
sollte jedoch jedem Kunden und jeder Kundin geboten werden.
Die Methode Kreativworkshop
Der Kreativworkshop kann als Erweiterung zur
Gruppendiskussion angesehen werden, weil nicht nur über
das Thema selbst gesprochen wird sondern auch versucht wird, mit
Hilfe von verschiedenen Materialien sowie projektiven und assoziativen
Verfahren und Kreativtechniken sich besonders intensiv mit der Fragestellung
auseinanderzusetzen.
Der Kreativworkshop bietet zunächst die Möglichkeit,
unbefriedigte Bedürfnisse zu eruieren und Stärken und
Schwächen der Produkt- und Kommunikationskonzepte zu ermitteln.
Basierend auf unbefriedigten Bedürfnissen und Schwachstellen
der Produkt- und Kommunikationskonzepte können im Kreativworkshop
Ideen für neue Produkte oder Dienstleistungen erarbeitet sowie
ungenutzte Argumente gefunden werden, die den Betroffenen wichtig
sind. Bevor sie jedoch als Basis für Marketingentscheidungen
dienen, bedürfen die Ergebnisse einer quantitativen Überprüfung.
Eine Gruppe setzt sich idealer Weise aus 7 bis 10 TeilnehmerInnen
der Zielgruppe zusammen. Wirklich neue Ideen können nur solche
Betroffene finden, die die Mängel des Vorhandenen mehr oder
weniger unbewusst bereits erlebt haben, sie müssen also kompetent
für den untersuchten Bereich sein. Darüber hinaus müssen
die Personen fähig und bereit zu kreativer Gruppenarbeit sein.
Wenn Sie für Ihren Geschäftserfolg an der
Methode Gruppendiskussion oder Kreativworkshop interessiert sind,
beraten wir Sie gerne über Einsatzmöglichkeiten, Durchführung
und Kosten.
Frau Mag. Sabine Putz steht Ihnen für nähere
Informationen gerne zur Verfügung:
Tel. +43 (0) 699 11 706 206 oder E-Mail an s.putz {AT} metaworks.at
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